Komponisten : Richard Wagner für Fortgeschrittene

Richard Wagner für Fortgeschrittene

EUR 14,90


Eine Strafarbeit ? - Warum schreibt ein Autor 288 Seiten über einen Menschen,dessen gesamtes Werk er für eine Serie von Verdi aus dem Don Carlos eintauschen würde ?Es muss eine Strafarbeit sein ? Schon die Widmung: Herrn Verdi ein Buch über Wagner zu widmen, ein Name, der in Bayreuth bei Strafe lebenslanger Ächtung nicht genannt werden durfte,schon die Widmung läßt Böses vermuten.Herr Wagner wird zur Brust genommen- und wie.Dass er nur 1,66 gross ist, wird natürlich besonders anschaulich, wenn er Ludwig dem 2ten mit 1,90 gegenübersteht. Für einen Handkuss bedurfte er wohl schon eines Hochsprungstabes.Richard Wagner hat reichlich durch Werk und Leben eingeladen, sich über ihn das Maul zu zerreissen und keine Gelegenheit davon lässt Herbert Rosendorfer aus.Kein Charaktermangel bleibt unerwähnt, nein, die wichtigeren werden mehrfach aufgezählt,ob es nun seine Verschwendungssucht oder seine feige Anschleimerei war.Der Antisemitismus wird natürlich auch ausgebreitet, und zugleich Erklärungen dafür geliefert. Steigerungsstufe: der feige Antisemit.Die Schriften von Wagner fallen mehrfacher Häme zum Opfer. Sie seien schwerfällig,staubtrocken,ausufernd, milde gesagt, schwer lesbar.Aber auch der Kern des Werks wird von Herbert Rosendorfer aufgespiesst.Keine der Parodien bleibt unerwähnt. Was für Eier möchtest du zum Frühstück? Erda: Weiche, Wotan, weiche... ( Insider werden sich jetzt Kringeln vor Lachen)Überdies fällt der Schriftsteller Herbert Rosendorfer über den Schriftsteller Wagner das Urteil, er sei ein ungeschickter und sorgloser Dramatiker.Durchgängig entwickelt der Fabulierer Herbert Rosendorfer seinen saritischen Blick auf das Hohe Haus und das gesamte Gedöns.Wagner schreibt viel zu Erlösung. Was dies denn sei, lasse der Munkler im Dunkeln, wem aber der Barbier Sevilla gefalle, der wisse, wovon er erlöst sei, wenn er nach sieben Stunden aus dem Parsifal wanke.Vielleicht war es doch keine Strafarbeit, schaut man auf die vielen Schriften, die Rosendorfer zu Wagner verfasst hat, wird klar: Von dem hat Herbert Rosendorfer ungeheuer profitiert. An wem hätte er sich so herrlich und nachhaltig reiben können, wenn da nicht Richard Wagner gewesen wäre?Den Wagnerianer ,läsen sie es denn ( an Frau Neu-Intendantin Katharina lässt er ebenso kein gutes Haar wie an Regisseuren wie Schlingensief) wird dies Werk gar nicht gefallen. Umfassende Götter-Dämmerung.Denjenigen, die Wagner solide und dauerhaft ablehnen, ist dies schierer Lesegenuss.Und der Autor ? Wird eine Hass-Liebe zu Richard Wagner haben.




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